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DIE ANDERE ASTROLOGIE

Frau Schilddorfer, Sie gelten als die renommierteste Astrologin Europas. Woher rührt Ihre Zurückhaltung?

Ich stehe nicht gerne im Rampenlicht und genieße die Anonymität. Sie hat ja auch viel mit Lebensqualität zu tun. Und da ich ausschließlich forsche, brauche ich Ruhe für meine Arbeit. Ich wollte nie mein Ziel vor mir hertragen, ich habe lieber zugehört. So habe ich schon eine Mitwirkung bei der "Astro-Show" in Deutschland abgelehnt. Außerdem finde ich Astrologie in einer Show fehl am Platz.

Was sagen Sie dann zu dem Boom der Astrologie?

Es ist eine Sinnsuche ausgebrochen. Der Mensch ist wieder auf der Suche nach seinem inneren Ich und versucht die Zusammenhänge zwischen Kosmos und Bios zu ergründen, um sich damit einen Einblick in die kosmischen Gesetzmäßigkeiten zu verschaffen. So könnte Esoterik die neue Religion des Wassermannzeitalters werden.
Zu dem Boom tragen vor allem die Medien bei. Nur, was uns an "Astrologie" täglich in den Medien geboten wird, ist allzu oft Lüge und Selbsttäuschung. Der Jammer der Menschheit ist, dass die Narren so selbstsicher sind und die Gescheiten voller Zweifel. Und Wahrsagen bringt mehr als die Wahrheit sagen. Ich erinnere nur an die Vorhersagen für die Sonnenfinsternis. Es gibt halt auch in der Astrologie stille Könner und laute Stümper.

Sie haben für 1998/99 ein Welthoroskop mit immerhin 18 Seiten erstellt, dass im "Goldenen Trend" 1998 besprochen wurde. Und es ist,, fast unglaublich, zu 100 % eingetroffen. Sie schreiben u.a., dass es ein Katastrophenjahr werden würde und sagten die Jahrhundertflut in China voraus, ebenso dass es Unregelmäßigkeiten in Banken, Parteien, ja bis in höchste Organisationen geben würde. Sie berechneten genau einen Flugzeugabsturz für den 3.9.98. Es war der Tag, an dem die Swiss Air Maschine abstürzte. Ebenso sei der 17.11. 98 gefährlich für das Flugwesen durch Kurzschluß-Gefahr.
In den Abendnachrichten hieß es, „ein Sternschnuppenschwarm zieht so nahe an der Erde vorbei, dass sämtliche Satelliten im All in eine andere Richtung gedreht werden mussten, weil sonst die Gefahr der Zerstörung durch Kurzschluss bestand. Sie errechneten die Abwahl von Helmut Kohl am 27.9.98. Und Sie begannen Ihr Welthoroskop mit dem Satz "Große Brände, bzw. Kriege bringen Mächte ins Gespräch. Sollten die Bemühungen der Großmächte um ein Friedensabkommen scheitern, würde das eine Katastrophe, sprich Krieg am 24., 25.3.1999 auslösen". Am Abend des 24.3.99 fielen die ersten Bomben in Jugoslawien. Sie meinten auch schon damals, dass Präsident Clinton sich vor dem Senat verantworten müsste. Ebenso erwähnten Sie, dass durch einen illegalen Abbau in der Vergangenheit in Lassing das Deckgebirge gestört wurde und es dadurch zum Einsturz des Bergwerks kam.
Für das Jahr
2003 schreiben Sie: „Trotz weltweiten Widerstand kommt es am 27./28.2.03 zum Militärschlag gegen den Irak, obwohl der Nachweis von Massenvernichtungswaffen nicht erbracht werden kann“. An diesem Tag hieß es „Amerikanische und Britische Fallschirmjäger sind im Irak gelandet.“ Wie kommen Sie zu solch genauen Vorhersagen?

Es gibt es auch in der Astrologie verschiedene Richtungen, bzw. Systeme. Ich habe in den vergangenen 30 Jahren alle Systeme ausprobiert und erst die Methode der "Hamburger Schule" hat mich zufrieden gestellt. Alles Leben ist Schwingung. Kosmische Schwingungen sind Informationsträger, und erst durch die Technik der "Hamburger Schule" wurden diese für mich mathematisch fassbar. Und das war für mich, die 40 Jahre beruflich mit Zahlen gearbeitet hat,
Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit. Diese moderne Astrologie wende ich nun seit 25 Jahren an, da mich ihre Präzision und Vielfalt an Berechnungen und damit die Möglichkeit zu genauen Interpretationen fasziniert.
Aber an solchen Berechnungen erkenne ich letztendlich meine Hilflosigkeit: Astrologie kann zwar aufzeigen, aber sie kann nichts verändern!

Ihr Forschungsgebiet ist die medizinische Astrologie?

Ja, Welthoroskope sind für mich eine Ausnahme. Ich habe erst wenige erstellt. Zwei für Jahresversammlungen in Hamburg, zu denen ich als Referentin geladen war. In einem (für 1983) wies ich u.a. darauf hin, dass eine Infektionskrankheit die Welt vor große Probleme stellen wird. Es war Aids. Und im zweiten (für 1986) prognostizierte ich einen schweren Atomunfall sowie den Absturz einer Raumfähre. Beides ist, wie wir wissen, eingetroffen. Und das Welthoroskop für 98/99 das in einer Broschüre erschienen ist, war eigentlich nur gedacht um einmal aufzuzeigen, was Astrologie als Wissensgebiet vermag. Und das ist nur aus den Leistungen der Könner ersichtlich. Mein Spezialgebiet aber ist Medizin und zwar die pränatale Entwicklung, sprich vorgeburtliche Prägung des Kindes. Denn der Mensch ist bei seiner Geburt kein unbeschriebenes Blatt. Und so versuche ich in meiner 30 jährigen Forschungsarbeit etwas Licht in das Leben vor dem Leben zu bringen – ein Zeitabschnitt im menschlichen Leben, der noch ein Mythos ist. Dabei machte ich eine revolutionäre Entdeckung: Vergleichbar mit genetischer Codierung wird das Schicksal noch vor der Geburt geprägt und lässt sich – mit meiner neuen Methode – herauslesen wie aus einem offenen Buch. Das heißt aber, dass wir unsere Vorstellungen vom Aufbau eines Lebensdiagramms, allein bezogen auf den Zeitpunkt der Geburt, revidieren müssen. Auch wenn dabei eine Menge "gesichertes" Wissen neu überdacht werden muss. Denn der Schlüssel zu Zukünftigem liegt in der Vergangenheit.

Damit stellt sich die Frage: Hat der Mensch keinen freien Willen?

Nun, sein Schicksal zu gestalten ist eine Aufgabe, mit der sich jeder auseinandersetzen muss. Man kann sich einordnen oder seinen eigenen Willen einsetzen gegen das, was einem nicht gefällt. So kann sich jeder selbst die Antwort darauf geben, wie stark oder schwach sein eigener Wille ist. Entscheiden muss er immer selbst, denn jeder ist für sein Handeln verantwortlich. Lassen wir aber dazu zwei Dichter zu Wort kommen:
"Da ist's denn wieder, wie die Sterne wollten.
Bedingungen und Gesetz und aller Wille
ist nur ein Wollen, weil wir eben sollten!
Und vor dem Willen schweigt die Willkür stille ....."
(Goethe, Urworte orphisch)

Wer tut, was ihm gefällt, tut das, was er tun sollte,
nur unser Stolz erfand das leere Wort: "Ich wollte".
(Lessing)
Lessing meint auch: "Das Wort Zufall ist Gotteslästerung".
Das Wissen um den Einfluss des Kosmos gibt uns aber die Möglichkeit, sich in ihm geborgen zu fühlen. Denn Pläne macht Gott – uns bleiben die Wünsche!

Sie haben außer dem Welthoroskop auch 1999 eine Broschüre über die Unfallursache von Prinzessin Diana herausgebracht in der Sie behaupten, dass es eine gezielte Explosion war. Auch war Ihren Berechnungen nach Diana mit einem Mädchen schwanger.1999 erschien auch Ihr Buch "Dem Leben vor dem Leben auf der Spur – pränatale Diagnostik aus der Sicht einer Astrologin".

Ja, in diesem Buch versuche ich, die Anlagen von 19 Krankheiten aufzuzeigen. Der Bogen spannt sich von Atemstillstand bei Säuglingen über die verschiedensten Krebserkrankungen bis hin zu multipler Sklerose, Diabetes, Zwergwuchs, Autismus oder Aids. Auch Veranlagungen werden in dieser vorgeburtlichen Zeit geprägt, wie etwa der Hang zur gleichgeschlechtlichen Liebe – denn diese ist bereits pränatal erkennbar. Sie ist eine Variante der Schöpfung und vielleicht ein natürlicher Beitrag zur Geburtenkontrolle.

Könnten Sie uns etwas über die unmittelbare Zukunft der Welt und Österreich sagen?

Große Erfolge der Wissenschaft gibt es bei der Forschung mit Stammzellen. Neue Erkenntnisse machen Hoffnung. Die gefährliche Macht dieser Zukunfts-Arbeit wird ein Rechtsproblem. Es werden harte Beschränkungen gefordert.
Die gravierende Vergiftung und Verwüstung unserer Erde in der Vergangenheit und Gegenwart wird zu einer großen Gefahr für die Zukunft. Überschwemmungen, Großbrände, Waldbrände, Erdbeben, Gewitterstürme, schwere Seuchen und Infektionen, große Hungersnöte, Flüchtlingsströme und die Vergiftung des Wassers und der Luft sind ein chronisch unaufhaltsames Übel. Die Verunsicherung der Menschen durch Trockenheit und Dürre ist groß. Stromausfälle verursachen große Schäden.
Die zunehmende Klimaerwärmung führt vermehrt zu Umweltkatastrophen. Es zeigt sich die Macht der Natur! Je weniger der Mensch diese respektiert, um so mehr wird er darunter zu leiden haben. Die Welt ist brüchig geworden, auf vielen Ebenen. Und die Erde rächt sich.
Die innerlich schwache EU hat sich mit der übereilten Erweiterung übernommen. Die neuen Partner der Union zwingen zu bedeutsamen Umstellungen. Unter den Großmächten machen sich Kompetenzkonflikte und Spannungen bis hin zur Spaltung bemerkbar. Es herrscht große Verwirrung. Der ideelle Grund der Wirtschaftsunion ist verloren gegangen. In der Öffentlichkeit gärt es.
Solange das diplomatische Ränkespiel in der EU, deren Repräsentanten in Brüssel nur um ihren eigenen Einfluss kämpfen und die Interessen des Kapitals die Weltwirtschaft beherrschen, werden wir aus der katastrophalen Weltlage nicht herauskommen. Mangelnde Durchsetzungskraft der Union und der Regierungen ermöglicht skrupellosen Industriestaaten, kriminellen Politikern, Wirtschaftsbossen und Bankern die Globalisierung falsch zu nutzen und nach illegalen Absprachen in die eigenen Taschen zu wirtschaften.
Der Sumpf schwappt über – und Korruptionen in Konzernen, Firmen, Gesellschaften, Parteien, Wirtschafts-Kriminalität und Verbrecherbanden verursachen große Geldverluste / Ausgaben.
Bei Gesprächen der Finanzminister über gezielte Transaktionen der Entwicklungshilfe kommt es zu großen Spannungen und Streit. Korruption und Unterschlagung werden aufgedeckt.
Doch gibt es trotz Misswirtschaft der Regierungen und den weltpolitischen Unsicherheiten in Nahost und stagnierender Konjunktur auch einen Aufschwung der Wirtschaft. Dieser führt jedoch nicht zur Erholung des Arbeitsmarkts. Trotz großer Bemühungen der Regierungen, die fast Unerfüllbares fordern, kommt es zu Spannungen mit den Gewerkschaften und Streiks. Soziale Spannungen, große Armut, Hoffnungslosigkeit und Depressionen, auch durch Arbeitslosigkeit machen sich breit.
Die zunehmende Überalterung der Gesellschaft durch Zeugungsverzicht und Zeugungsschwäche bei
Männern in den Wohlstands-Staaten werden ein großes Problem für die Zukunft und erfordert wichtige
Reformen.
Die Kriminalität und Gewalt Jugendlicher weitet sich aus.
Der Menschenhandel eskaliert und die Menschenhändler werden bei ihren kriminellen Aktivitäten immer skrupelloser. Zugleich werden immer mehr Kinder und junge Frauen geschmuggelt.
Pornographie und das arrangieren geheimer Liebesdienste mit Kindern wird ein weltweites Problem.
Eine Raumfähre, Satelliten und Sonden kommen durch technische Störungen in Gefahr.
Osama Bin Laden entwickelt in seinem Exil Ideen und baut seinen unsichtbaren Einfluss als erfolgreicher Stratege, geistiger Führer und Impulsgebende Autorität weiter aus. Als Koordinator verursacht er durch die Verlagerung des nun weltweiten Terrors große Verluste. Sein Einfluss wächst mit seinen Erfolgen. Plötzliche Probleme erfordern einen Ortswechsel. Körperliche Beschwerden bereiten ihm zunehmend Sorgen.
Im Irak und in Kabul ist der Hass auf die Besatzungsmacht und die Politiker groß. Gegen den Terror sind sie machtlos. Staaten überlegen den Rückzug.
Gefährliche Zeit für Gewalttaten: 27. 3. – 3. 4.2004, 24. 4.2004
Präsident Bushs Ansehen hat den Tiefpunkt erreicht. Er steht massiv unter Druck. Zwecks Bewältigung der finanziellen Probleme für die Aufbauarbeit sucht er zunehmend persönliche Kontakte um die atlantische Kluft zu überwinden. Nach wie vor bestehen Spannungen zwischen ihm und den Bündnispartnern. Ab 15.6.2004 bekommt er persönliche Probleme bzw. gesundheitliche Schwierigkeiten.
Auch Scharon verliert an Ansehen. Doch nützt er seine weitreichenden mächtigen Beziehungen diplomatisch zu seinem persönlichen Vorteil. Mit Starrsinn versucht er andere von seinen falschen Ideen um jeden Preis zu überzeugen. Unter dem Einfluss von Pr. Bush und aus Opposition zur bestehenden Regierungsform wird Arafat gezwungen, sich spontan aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Er wird isoliert und ist durch eine schwere Krankheit geschwächt.

Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel findet in der Öffentlichkeit Anerkennung. Mit Geduld und Vernunft erreicht er trotz Spannungen zwischen der Regierung und der Opposition in harmonischen Diskussionen die notwendigen Reformen. Persönliche Enttäuschung bereiten ihm die Nachteile durch die staatlichen Maßnahmen der EU betreffend Verkehrsrecht sowie Dr. Haiders Probleme durch die Umstellung innerhalb der Partnerpartei.

Was sind Ihre Pläne für das Jahr 2004?

Ich werde mich in den kommenden Monaten einer Krankheit widmen, die als häufigste Erbkrankheit bekannt ist – die Muskoviszidose. Ich arbeite daran, diese Krankheit schon im pränatalen Stadium zu erkennen, bzw. die Veranlagung der Menschen dafür – und möchte auch hier eine Regel, ein Theorem herausarbeiten, wonach die Krankheit vorausberechenbar wird. Und vielleicht finde ich Zeit einen Kreis interessierter Idealisten aufzubauen. Schon 1930 gab es in Wien die "Neue Wiener Schule", eine Gesellschaft für wissenschaftliche Astrologie, die auch schon mit der Methode der Hamburger Schule arbeitete. Unsere Stadt ist also ein guter Nährboden für seriöse Astrologie. Und dazu bedarf es nur Kreativität und Intuition.

Erlauben Sie mir noch eine Klarstellung zu den nicht mehr identen Sternbildern, die immer wieder ein Argument sind, um die Glaubwürdigkeit der Astrologie in Frage zu stellen. Die Astrologie stützt sich bei ihren Untersuchungen auf 12 "Tierkreiszeichen", und das ist etwas ganz anderes als die "Sternbilder", von denen es nach neuerer internationalen Ordnung (1970) 89 gibt. Der Kreis der Ekliptik (der scheinbaren Sonnenbahn) wird in 12 Zeichen zu je 30° - den Tierkreiszeichen – aufgeteilt. Also eine rein mathematische Einteilung. Die Sternbilder dagegen sind unterschiedlich groß. Die Tierkreiszeichen sind also nicht ident mit den Sternbildern. Und da keiner der Gegner der Astrologie diese grundlegenden Berichtigungen kennt, kehren die falschen Behauptungen immer
wieder. Ich wundere mich, dass Astrologen/Innen, die in den Medien präsent sind, nicht einmal ein klärendes Wort dazu fanden. Es trägt schließlich zur Seriosität der Astrologie bei und diese sollte jedem Astrologen am Herzen liegen.




Wien, 11/2003
Elfriede Schilddorfer




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